Donnerstag, 17. April 2014

IBUg meets 1. Mai - Immer dabei

Graffitijam am 1. und 2. Mai in Zwickau

Auch dieses Jahr gestalten wieder Urban Artists mit regionalen bis internationalen Format am 1. und 2. Mai die Wasserschutzmauer entlang der Zwickauer Mulde zwischen Paradies- und Mauritiusbrücke. Schon im dritten Jahr findet dieses Projekt, dass 2012 von jungen Zwickauer Graffitikünstlern initiiert wurde, statt. In diesem Jahr erwartet die Besucher_innen an zwei Tagen neben der Freude an der großflächigen expressiven Verteilung von Sprühlack oder anderem Farbgut ein attraktives Rahmenprogramm von Kunstmarkt über Diskussionsrunden bis hin zu Kinderworkshops und Musik auf der Bühne. Die Veranstaltung wird vom Roten Baum e.V. aus Zwickau zusammen mit der IBUg und den jungen Künstlern von "1. Mai - Immer dabei" auf die Beine gestellt. Weitere Förderer haben die Organisatoren in Sebastian Kriegsmann, Architekt (seit 2013 an der Entwicklung eines Nutzungskonzepts für die ehem. Polstermöbel- und Matratzenfabrik Am Brückenberg 10 beteiligt), dem Team der KRU und dem Mocc Klub Zwickau gefunden.

Kunst- und Kulturhaus in alter Fabrik

Langfristiges Ziel ist es, die ehemalige Polstermöbel- und Matratzenfabrik Am Brückenberg 10 in Zwickau zu einem Kreativzentrum als Kunst- und Kulturhaus mit urbanen (Kunst-)Garten auszugestalten. Akteure aus der Kreativwirtschaft sollen dort Ateliers, Werkstätten, Veranstaltungs- und Seminarräume vorfinden, die angemietet und für verschiedene Projekte, Initiativen und Veranstaltungen genutzt werden können. Darüber hinaus soll mit der Umgestaltung der Gebäude und Flächen Am Brückenberg 10 ein Ort sozialer Interaktion, der Teilhabe und des Austauschs geschaffen werden, der die enge Zusammenarbeit von Küntler_innen und anderen Akteuren der Kreativwirtschaft für unsere Region ermöglicht und stärkt. Gerne können von Vereinen, Privatpersonen und Institutionen weitere Vorschläge eingebracht werden, wie das Projekt im Zwickauer Paradies klarere Konturen erhält.


Zeitplan

1.Mai: ab 10:00 Start für die Künstler_innen
12:00 Offizielle Eröffnung / Start Kunstmarkt, Workshops, Aktionen
16:00 Vortrag „Wege zur Nutzung leerstehender Industriebrachen. Die ehem. Polstermöbel- und Matratzenfabrik Zwickau: Chancen und Probleme.“
ab 19:00 Konzert mit SMAXIZ, Beatpoeten & SKOA MC
22:00 Schluss

2.Mai: 12:00 Start für die Künstler_innen
19:00 Konzert mit Asthma La Vista und weiteren Bands
22:00 Ende auf dem Gelände
Ab 22.00 Aftershowparty im Mocc Club Zwickau

# Infos: www.facebook.com/events/243354795866285/?ref_dashboard_filter=upcoming

Dienstag, 15. April 2014

DANKE

Das Junge Kulturnetzwerk bedankt sich ganz herzlich bei den Organisatoren von WILDES STROMERN für die Spende über 100€ an unser Projekt. Damit haben wir wirklich nicht gerechnet! Gemeinsam werden wir mit unseren Mitgliedern beim nächsten Stammtisch im Sommer beraten, was wir Schönes mit dem Betrag finanzieren wollen. 

Foto: WILDES STROMERN
„WILDES STROMERN ist eine Gemeinschaft, die nicht-kommerzielle Veranstaltungen von Freunden für Freunde in Zwickau organisiert. Neben der Lobpreisung der Musik- und Tanzkultur seitab von Mainstream und Großraumdisko will das Team von WILDES STROMERN soziale und alternative Projekte in der Region unterstützen. Aus diesem Grund gehen die Spenden durch Eintrittsgelder und Barverkäufe an gemeinnützige Organisationen.“ 

Donnerstag, 10. April 2014

Max Pechstein in Zwickau

Wenn sich Zwickau so wie hier der Kunst und Kultur verpflichtet, wenn es seine Schätze pflegt und offen für das Neue und auch das Unbequeme eintritt, dann zeigt sich hier das utopische Potential der Provinz. Und darüber sagte schon der legendäre Walter Jens: "Kleine Wege, große Gedanken."
Andreas Höll, MDR FIGARO-Kunstredakteur, Kolumne | MDR FIGARO | 09.04.2014



Ein erstes Museum für den in Zwickau geborenen Brücke-Künstler Max Pechstein wird am Samstag eröffnet. Integriert in die Kunstsammlungen Zwickau, die gleichzeitig ihr 100-jähriges Jubiläum begehen, werden die etwa 50 Werke des Künstlers dauerhaft für Besucher erlebbar sein.

Auf MDR-Figaro laufen zur Zeit einige sehr hörenswerte Berichte und Kolumnen zu diesem Geschehen:


Sonntag, 6. April 2014

Netzwerk und Spielraum

Vor ein paar Jahren besuchte ich an der Universität eine Vorlesung für Theaterwissenschaft. Dort berichtete der Dozent über einige Gespräche zu seiner eigenen Ausbildung im Kulturbereich. Die typischen Fragen lauteten: "Was ist das eigentlich? Und was macht man dann damit?" Nach einiger Zeit bemerkte mein Dozent, dass er immer wieder dieselben Erklärungen geben musste, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Deshalb gab er uns einen Rat mit auf den Weg: "Ich sagte dann immer, ich studiere BWL. Da weiß auch niemand, was das ist, aber es fragt auch niemand nach."

Mir selbst ist dieses Unverständnis  auch des Öfteren begegnet und ich war versucht, mich an jenen Rat zu halten. Andererseits: Immerhin wird noch gefragt. Und ist es nicht unsere Aufgabe, uns dem zu stellen? Kultur genießt in der Gesellschaft ein hohes Ansehen. Aber Tatsache ist, dass sie für viele dennoch weit entfernt liegt. Seit Jahren liegen das Image von Kultur und seine tatsächliche Nutzung durch ein interessiertes Publikum deutlich auseinander. Der demografische Wandel wird dies in Zukunft nicht verringern. Das Kulturmanagement steht heute  mehr denn je vor der Aufgabe, neue Räume für die Kunst zu erschließen. Dabei gilt es, die unterschiedlichsten Sparten und Konzepte zusammenzuführen und sich aktuellen Herausforderungen zu stellen. In einer Region wie Zwickau muss die Kultur als ein gemeinsames Boot mit einer bunten Besatzung verstanden werden.  Denn vor allem durch das Kennenlernen von neuen Orten, Ideen und Kunstformen werden neue Spielräume für die Szene gewonnen. Das gilt für unser Publikum, aber auch für unsere eigene Herangehensweise.

Ein Netzwerk ist Gestaltungsmöglichkeit. Es fragt: Worum geht es uns? Was wollen wir erreichen? Wie können wir andere unterstützen? Und das ist etwas, das in der Kulturszene von besonderer Bedeutung ist.

Samstag, 5. April 2014

Netzwerken im Proberaum

Eine illustere Runde versammelte sich gestern Abend zum 3. Kulturstammtisch im Mondstaubtheater. Die Gastgeber führten durch Probe-, Tanz-, Büro- und Werkräume. Bei Brot und Wein, Saft, Wasser und Chips ging es nach der Vorstellungsrunde ans Netzwerken: Kontakte knüpfen, Infos austauschen, Kooperationen anstoßen... Neue Akteure haben den Weg an den Stammtisch gefunden und bereicherten die Diskussionen.